LaBiDa L+ Joghurtkulturen

Seit Jahrzehnten gelten Milchprodukte, insbesondere Joghurt, bei uns in Deutschland und Europa als gesund und gehören zu den beliebtesten Nahrungsmitteln. Bulgarische Bauern und andere Bewohner des Balkans und der Türkei sind uns beim Thema gesunde Ernährung jedoch weit voraus: Schon seit Jahrtausenden nutzen sie milchsauer-fermentierte Lebensmittel aus Kuh-, Ziegen- und Schafmilchprodukten und wurden häufig 90, 100 oder sogar noch mehr Jahre alt. Weil sie dabei auch noch gesund und vital blieben, sprich selten an Infektionen und degenerativen Erkrankungen litten, vermutete der russische Bakteriologe Prof. Dr. Ilja Metschnikow schon im 19. Jahrhundert, dass Joghurt nützliche Bakterien enthalten muss. Damit war der Wissenschaftler seiner Zeit weit voraus. Als einer der ersten Forscher untersuchte er die Bedeutung der Darmflora für unsere Gesundheit und erhielt für seine bahnbrechenden Erkenntnisse sogar den Medizin-Nobelpreis. Denn schon vor mehr als 100 Jahren war ihm bewusst, dass Entzündungsvorgänge im Darm Krankheiten und Alterungsprozesse mit verursachen und diesen mit Milchprodukten wie Joghurt vorgebeugt werden können.
Wie kleine Heinzelmännchen werkeln die L+ Milchsäurebakterien in unserem Darm und sorgen dafür, dass unsere Darmflora intakt bleibt. Zusätzlich wird unsere Darmschleimhaut durch die fleißigen Helferlein aufgebaut, damit diese vor Angriffen von Bakterien geschützt ist. Damit aber noch nicht genug: Die gesunden L+ Milchsäurebakterien wirken sich darüber hinaus auch positiv auf unsere Verdauung, unser Immunsystem und dadurch auf den gesamten Organismus aus.

Warum ist aber der Darm so ein wichtiges Organ?
Das klingt nicht nur so, unser Darm ist tatsächlich eines der wichtigsten Organe des menschlichen Körpers. Jedes noch so winzige Nahrungsmittelteilchen muss durch ihn hindurch. Dabei werden nicht nur die guten Inhaltsstoffe herausgefiltert, es kommen auch die schädlichen Bestandteile in den Darm. Doch Dank seines darmeigenen Immunsystems wehrt er die negativen Einflüsse ab, reagiert gezielt auf Bedrohungen und schützt uns und unsere Gesundheit. Aus diesem Grund sollten wir dafür sorgen, dass es unserem Darm auch immer gut geht.

Und was hat unser selbstgemachter Joghurt damit zu tun?
Im Rahmen seiner Forschung isolierte der Professor zwei Bakterienarten aus Joghurt: ein stäbchenförmiges und eines in Form einer kleinen Kugelkette. Das Stäbchen wurde als Bazillus erkannt und zunächst Lactobacillus bulgaricum genannt. Heute ist es als Lactobacilus bulgaricus bekannt. Der zweite Keim wurde als Streptococcus thermophilus identifiziert. Beide produzieren ausschließlich aus Milchzucker Milchsäure, gewinnen daraus ihre Lebensenergie und können sich damit kräftig vermehren. Neben diesen beiden Bakterienarten gibt es noch diverse andere nützliche Keime, wie zum Beispiel Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus casei und verschiedene gabelförmige Bifidobakterien. Das Wort bifidus heißt im Übrigen „zweigeteilt“ oder „gespalten“. Sogar im Darm eines Neugeborenen kommen Bifidobakterien bereits vor.
Die neuen Joghurtkulturen von Spinnrad® Labida L+ erhalten übrigens mehr als 90 % L(+) Milchsäure und nur 9,7 % D(-) Milchsäure. Eine der wichtigsten positiven Auswirkungen der L(+) Milchsäure auf unseren Körper ist der Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes, der gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig ist, weil durch die verschiedensten Einflussfaktoren eine starke Tendenz zur Übersäuerung unseres Körpers besteht. Die rechtsdrehende Milchsäure im selbstgemachten Joghurt wirkt der Alkalisierung des Blutes entgegen, die häufig bei chronische Krankheiten auftritt, hemmt eine zu starke Zellvermehrung und kann außerdem die Sauerstoffversorgung des Organismus verbessern.

Das Geheimnis um links- und rechtsgedrehte Milchsäure
Die Milchsäure ist das zentrale Stoffwechselprodukt der Milchsäurebakterien. Sie ist eine natürlich vorkommende organische Säure, die als Zwischenprodukt im Stoffwechsel lebender Zellen entsteht. Es lassen sich dabei zwei Arten unterscheiden: die rechtsdrehende (L+) und die linksdrehende (D-) Milchsäure. Chemisch gesehen sind beide Milchsäuren identisch, sie unterscheiden sich jedoch in ihrer räumlichen Anordnung: Ihre Moleküle passen wie Bild und Spiegelbild zueinander. Dieser Unterschied wirkt sich auf die physikalisch-chemische Eigenschaft der Milchsäure aus, nämlich in ihrer optischen Aktivität. Diese entsteht wiederum durch die räumliche Anordnung des Moleküls und besagt, dass Licht einer Schwingungsebene beim Durchtritt durch das Molekül nach links- (-) oder rechts (+) gedreht wird.
Weil unser Körper linksdrehende Milchsäure nicht selbst herstellen kann und sie im Vergleich zur rechtsdrehenden Form auch etwas länger abbaut, wurde sie vor ein paar Jahrzehnten fälschlicherweise für eine Übersäuerung des Blutes verantwortlich gemacht. Als Konsequenz darauf wurde sogar eine Höchstmengenbegrenzung für D(-) Milchsäure erlassen. Weil diese Behauptungen wissenschaftlich aber nicht haltbar waren, wurde die Entscheidung in den 1970er-Jahen wieder aufgehoben. Obwohl bereits längst bekannt ist, dass eine Reihe von Milchsäurebakterien, die als besonders gesund gelten, überwiegend D(-) Milchsäurebakterien produzieren, ist die Diskussion um rechts- und linksgedrehte Milchsäuren noch immer nicht ganz verstummt. Weil herkömmliche Joghurts aus dem Kühlregal wegen des Pasteurisierungsprozesses während ihrer Herstellung aber ohnehin nur noch wenige gesunde Bakterien erhalten, sollten Sie sich so oder so Ihren eigenen Joghurt anrühren, der mit Milliarden von Bakterien Ihrer Darmflora und Ihrem gesamten Immunsystem zugute kommt.


Genug von wissenschaftlichen Schachtelsätzen. Wie lecker ein selbst gemachter Joghurt beim Frühstück sein kann, verraten wir Ihnen in unserem nachfolgenden Rezept, welches eigens von Spinnrad® Mitarbeitern entwickelt wurde:

ZUTATEN:

LaBiDa L+ Joghurtkulturen  |  1 g
Milch  | 1 l
Spinnrad Reinlecithin Granulat  | 2 TL
Spinnrad Apfelsüße  | 2 TL
Spinnrad Bio 6 Korn Amaranth Plus Schrot Mischung  | 1 EL
Sultaninen  | 2 TL
Cashewkerne  | 1 EL
Frischer Obstsalat  | 3 EL

ZUBEREITUNG:

1. Schritt / Herstellung L+ Milchsäure Joghurt

  • Erwärmen Sie 1L der gewünschten Milch auf 40°C.
  • Füllen Sie 1 g LaBiDa L+ Joghurtkulturen in ein Schälchen oder einen Esslöffel und zerdrücken Sie diese etwas, bevor Sie sie in den Joghurtbehälter füllen. Fügen Sie nach Wunsch bis zu 2 EL Magermilchpulver hinzu oder 1-2 EL der löslichen Ballaststoffe Inulin, Oligofructose oder Gummar.
  • Gießen Sie nun einen Teil der erwärmten Milch in den Joghurtbehälter und verrühren Sie alles, bis sich eventuelle Klümpchen gelöst haben. Mit der restlichen Milch aufgießen und noch einmal umrühren.
  • Stellen Sie den Joghurtbehälter verschlossen in den Joghurtbereiter und lassen Sie den Joghurt 8-9 Stunden erschütterungsfrei fermentieren.
  • Geben Sie ca. 6 EL 6 Korn Plus Schrot in den Joghurt und stellen Sie ihn am besten über Nacht in den Kühlschrank.

Hinweis: Der Joghurt ist auch ohne die Verwendung von Magermilchpulver angenehm fest, nur für stichfesten Joghurt wird zusätzlich noch Magermilchpulver empfohlen.

2. Schritt / Herstellung leckeres Joghurtfrühstück

  • Verrühren Sie den frischen Joghurt mit der 6 Korn Amaranth Plus Schrot Getreidemischung und lassen Sie die Mischung am besten über Nacht im Kühlschrank quellen.
  • Schneiden Sie das gewünschte Obst in mundgerechte Stücke und vermengen Sie nach und nach alle Zutaten mit der Joghurt-/Getreidemischung. Nach Belieben mit Apfelsüße abschmecken.

Tipp: Schneiden Sie das gewünschte Obst in mundgerechte Stücke und vermengen Sie nach und nach alle Zutaten mit der Joghurt-/Getreidemischung. Nach Belieben mit Apfelsüße abschmecken.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.