Sind Sie auch manchmal sauer?

Davon kann sich sicherlich keiner so recht freisprechen und ab und zu einmal sauer zu sein gehört auch irgendwie zum Leben dazu. Wenn der Preis dafür allerdings schlechte Haut und sogar Falten 
sein können, möchten Sie dann wirklich sauer durchs Leben 
gehen? Sie merken schon, die Rede ist hier natürlich nicht von Ihrem 
Gemüt, sondern von Ihrem Hautzustand.

Warum kann die Haut überhaupt zu sauer sein, beziehungsweise sauer werden? Und was kann man dagegen tun?
Ihre Haut ist mehr als nur eine schöne Verpackung Ihres Körpers. Als größtes Organ schützt sie Ihren Körper vor mechanischen und chemischen Einflüssen, reguliert die Körpertemperatur, ist das Sinnesorgan, das uns Temperaturen, Berührungen und Schmerz fühlen lässt, bietet Schutz vor Krankheitserregern und zu guter Letzt ist die Haut auch in der Lage unseren Gemütszustand durch beispielsweise Erröten, Verblassen, Gänsehaut und Falten zu verraten.

Der Säureschutzmantel übernimmt mit einem pH-Wert von ca. 5 bis 5,5 eine der wichtigsten Schutzfunktionen. Er schützt unseren Körper vor Krankheitserregern, Austrocknung sowie vor dem Eindringen von Schad- und Reizstoffen. Im Gegenzug werden aber auch Säuren und Schlackenstoffe im Bindegewebe gespeichert und können nicht so leicht über die Haut wieder ausgeschieden werden. Diese kommen zum Teil vom übermäßen Verzehr von sauren Nahrungsmitteln wie Fleisch- und Wurstwaren, Süßigkeiten sowie von Kaffee, Alkohol und kohlensäurehaltigen Getränken.

Was also tun, wenn genau die oben genannten Nahrungsmittel auf Ihrem täglichen Speiseplan stehen?
Ein regelmäßiges Basenbad (mit einem pH-Wert von 8,5) kann hier Abhilfe schaffen. Durch den Abbau des Säureschutzmantels können Säuren und Schlackenstoffe aus dem Körper ausgeschieden werden. Die ganze Haut wird durch Osmose entgiftet und entsäuert. Durch dieses Prinzip unterschiedlicher pH-Werte werden Säuren aus der Haut ausgeleitet. Der pH-Wert von 8,5 im Badewasser trifft auf die saure Haut mit einem pH-Wert von 5 bis 5,5, aufgrund des Ausgleichsstrebens entsteht dann eine Sogwirkung, die dafür sorgt, dass die in der Haut gespeicherten Säuren ausgeleitet werden können.

Unterstützend wirken außerdem basische Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, frische Kräuter und Samen, Sesam, Grünkohl, Kresse und frischer Salat, vor allem Rucola. Kräutertees, Basentees  und Mineralwasser ohne Kohlensäure sollten ebenfalls den Weg auf Ihren täglichen Speiseplan finden.

Warum lohnt sich die Anwendung eines Basenbads?
Die Haut wird sanft angeregt die Poren zu öffnen und die natürliche Ausscheidungsfunktion wird wieder aufgenommen. Die Durchblutung der Haut sorgt für ein rosiges Aussehen und sie fühlt sich regeneriert und geschmeidig an. Durch die Reinigung wird die Haut zur natürlichen Rückfettung angeregt. Abgelagerte Säuren, die zu Faltenbildung, Hautirritationen und Ausschlägen führen, werden neutralisiert und damit haben Bakterien und sogar Pilze, die besonders gerne in einem sauren Milieu leben, keine Chance. Das Bindegewebe wird stimuliert, somit können unschöne Dellen an Beinen und Po verschwinden.

Und so geht´s

  • Nehmen Sie sich für ein Basenbad am besten abends ausreichend Zeit. Die Osmose beginnt erst nach etwa 45 Minuten, ein Vollbad sollte daher 1 bis 2 Stunden dauern, damit der Ausleitungsprozess abgeschlossen werden kann. Als Einsteiger beginnen Sie mit einem Vollbad pro Woche, das nicht länger als eine Stunde dauern sollte. Später kann das Baderitual dann auf bis zu 3 mal wöchentlich für maximal zwei Stunden erhöht werden.
  • Entfernen Sie mindestens 1 Stunde vor dem Bad eventuell aufgetragenes Make-Up.
  • Stellen Sie sich ausreichend Flüssigkeit bereit. Naschkatzen können sich frisches Obst aufschneiden.
  • Ein schönes Buch hilft gegen Langeweile.
  • Für ein optimales Wellness-Erlebnis stellen Sie sich eine Duftlampe mit Ihrem Lieblingsduft ins Badezimmer (in das Wasser dürfen keine weiteren Zusätze wie Duft oder schäumende Tenside gegeben werden). Die optimale Badetemperatur liegt bei 37° C. Während der Badedauer kühlt diese etwas runter, dann einfach heißes Badewasser nachlaufen lassen. Wichtig: Der PH-Wert sinkt durch die Zugabe von Wasser, deshalb muss dieser durch die Zugabe von Basenpulver wieder nachjustiert werden. Kontrollieren Sie nach Zugabe des Basenpulvers den pH-Wert mit einem Teststreifen – dieser sollte bei 8,5 liegen.
  • Rubbeln Sie sich nach dem Bad nicht ab, sondern tupfen Sie vorsichtig die Haut trocken, so bleiben Mineralien auf der Haut und regen noch in den nächsten Stunden die Haut an. Verwenden Sie keine Pflegeprodukte, die Haut nimmt selbstständig die Rückfettung auf. Sollten Sie das Bedürfnis einer Dusche haben – so duschen Sie sich nur mit Wasser ab.
  • Ruhen Sie sich nach dem Bad aus.

Ohne Badewanne für immer sauer?
Wer keine Badewanne hat, kann alternativ drei bis fünf basische Fußbäder die Woche nehmen. Unsere Fußsohlen haben sehr viele Schweißdrüsen und sind daher auch in der Lage, Säure und Ablagerungen auszuleiten.

Verwenden Sie am besten ein elektronisches Fußbad oder alternativ einen großen Eimer oder eine Schüssel, in die auch Ihre Unterschenkel etwas eintauchen können. Wie beim Basenbad beträgt die Badedauer eine Stunde bei 37° C und einem pH-Wert von 8,5. Achten Sie auch hier auf eine recht konstante Wassertemperatur.

Achtung: Bei Herz- und Kreislauferkrankungen sollte zuvor ein Arzt befragt werden.

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