Von der Sonne geküsst

von Ann-Kathrin Drexler

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Ein paar schöne Tage gab es in diesem Jahr ja bereits. Der perfekte Anlass, um seine Sommergarderobe aus den Tiefen des Kleiderschrankes zu kramen und ein leichtes Lieblings-Sommer-Outfit zu schlüpfen. Wenn doch nur auch der Teint schon von der Sonne geküsst worden wäre…

Wenn unsere Haut endlich eine annehmbar präsentable Farbe angenommen hat, ist der Sommer auch schon wieder vorbei und die vorzeigbaren Beine werden wieder unter der Jeans versteckt.

In unserer Region kann man sich bekannter weise nie auf die Sonne verlassen. Daher strecken wir bereits bei den kleinsten Sonnenstrahlen unsere Nasen Richtung Sonne, um möglichst viele der natürlichen Glückshormone zu erhaschen und eine gute Portion Vitamin D zu produzieren. Wenn wir dabei auch noch unsere vornehme Blässe loswerden – umso besser! Denn in diesem Teil der Welt wollen die Menschen mehrheitlich braun sein. Das gilt als „gesund“ und attraktiv. Und das obwohl längst die Risiken und die schädliche Wirkung des ultravioletten Sonnenlichts bekannt sind.

Die Alternative heißt: Bräune aus der Flasche!
Wie das geht? Mit der Substanz DHA (Dihydroxyaceton). Dabei handelt es sich um eine Art farblosen Zucker. In den 1920er-Jahren wurde er noch als potenzieller Süßstoff für Diabetiker getestet und schließlich für diesen Zweck aufgegeben. Später entdeckte man per Zufall die bräunende Wirkung von DHA. Denn der Stoff reagiert mit den freien Aminogruppen der Eiweiße in der äußeren Hornschicht der Haut und dabei werden braune Pigmente gebildet. Die Reaktion beginnt sofort nach dem Auftragen und führt innerhalb von Stunden zur Bräunung. Da die Zellen der äußeren Hautschicht aber ständig erneuert werden, verschwindet die Bräune aus der Flasche nach etwa einer Woche, durch das normale Ablösen der Hautschüppchen.

Bei der Anwendung von Bräune aus der Tube sollte man ein paar Dinge beachten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen: Die beste Basis für eine ebenmäßige und lang anhaltende Bräune ist eine glatte, feine Haut. Daher empfiehlt es sich immer vorher ein Peeling zu machen, um abgestorbene Hautschüppchen gründlich zu entfernen. Denn: Je glatter die Haut, desto ebenmäßiger wird die Bräunung. Wer die Beine tönen möchte, sollte unbedingt vorher alle Härchen beseitigen. Wachsen, Epilieren oder Rasieren am Besten am Abend davor erledigen, dann kann sich die Haut über Nacht beruhigen.

Nach dem Auftragen einer Bräunungscreme sollte man auf keinen Fall das Händewaschen vergessen – die Handinnenflächen verfärben sich sonst gelb-orange. Dabei den Handrücken möglichst nicht abspülen. Oder später einen Klecks Selbstbräuner darauf geben und zwischen den Handrücken verreiben. Um eine besonders natürlichen Look zu erhalten, können Sie zum Schluss die von Natur aus schlecht bräunenden Partien (Innenseiten der Arme, Kniekehlen, zwischen den Fingern) mit einem feuchten Tuch abwischen. Wenn Sie nun die folgenden drei Stunden lang nicht duschen, baden oder Sport treiben, erzielen Sie ein perfektes, ebenmäßiges Ergebnis und nichts wird fleckig.

Entscheidend für eine schöne Bräune ist aber auch ein guter Feuchtigkeitsgehalt der Haut.
Denn auf einer wohlgenährten Haut ist das Ergebnis deutlich besser, als auf den trockenen Partien.
Um also sowohl Feuchtigkeit und optimale Pflege, als auch eine attraktive Bräune zu ergattern, haben wir ein neues Rezept für eine Bräunungscreme entwickelt. Da es auf Basis von Cremaba Plus hergestellt wird, ist es nicht nur besonders einfach herzustellen, sondern Sie schlagen auch zwei Fliegen mit einer Klappe – nämlich optimale Pflege und sanfte Bräunung.

Rezept Vegane Bräunungscreme

Fettphase
Cremaba Plus oder HT – 100 g

Zusatz- und Wirkstoffe
DHA – 10 g (vorgelöst in 36 ml Wasser)
Biogard 221 – 11 Tropfen = 6 Monate Haltbarkeit

ZUBEREITUNG

1. Lösen Sie das DHA in kaltem Wasser auf.

2. Rühren Sie nacheinander das vorgelöste DHA in die Cremaba ein, bis sich alles vollständig verteilt hat.

3. Prüfen Sie den pH-Wert. Dieser sollte zwischen 5 oder 5,5 liegen. Bei Bedarf gegebenenfalls mit Zitronensäure einstellen. Oft reicht ein Tropfen auf 50 ml aus.

4. Konservieren Sie zum Schluss die Bräunungscreme. Diese kann im Cremaba Tiegel gelassen oder in einen mit Alkohol gereinigten Airless Spender umgefüllt werden. Versehen Sie anschließend den Spender noch mit einem Etikett, auf dem der Name des Produktes, sowie das Herstellungs- und Haltbarkeitsdatum stehen.

Viel Spaß beim Nachrühren und natürlich auch ausprobieren !

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