Kokosöl, raffiniert

Das Kokosöl wird aus dem getrockneten Fruchtfleisch der Kokosnüsse (der Kopra) durch Pressung gewonnen. Anschließend wird es raffiniert und desodoriert, so dass es fast geruchslos ist.
Das Öl zeichnet sich besonders durch seine gesättigten mittelkettigen Fettsäuren wie der Laurinsäure (Anteil ca. 50%) aus. Der hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren bewirkt einen Schmelzpunkt bei ca. 23-26 °C. Diese Eigenschaft erzeugt einen kühlenden Effekt auf der Haut.
Kokosöl dringt gut, aber nur oberflächlich in die Haut ein. Hierbei wird ein weiches, glattes Gefühl erzeugt. Der Haut wird Feuchtigkeit gespendet und sie wird vor dem Austrocknen geschützt. Daher ist es gut für  trockene, spröde, gereizte, sonnengeschädigte, allgemein pflegebedürftige Haut geeignet.
Bei unreiner Haut sollte auf Kokosöl verzichtet werden, da es als komedogenes Lipid gilt (d.h. es kann Hautunreinheiten begünstigen).
Als Haarkur wirkt Kokosöl glättend und rückfettend.
Anwendung findet es als Körperöl, in Cremes, Sonnenschutzmitteln, Apres-Sun Produkten, Badepralinen und Lippenstiften. Ebenso fungiert es als rückfettende Komponente in Shampoo und Duschgel.
In der Seifenherstellung (Seifensieden) ist das Kokosöl ein wichtiger Bestandteil. Allerdings können reine Kokosölseifen die Haut austrocknen, sie sollten immer mit anderen öl- oder linolölsäurereichen Ölen gemischt werden.
Verwendung:
Kokosöl wird als Teil der Fettphase eingeschmolzen.
Einsatzkonzentration: 3 – 80 % oder pur.