Vitamin E Acetat

Vitamin E Acetat ist synthetisch, ein  verestertes, an Essigsäure gebundenes Tocopherolacetat. Es ist geruchlos, klar und zähfließend.
Im Gegensatz zu natürlichem Vitamin E ist es gegen Luftsauerstoff und Wärme stabiler und ist deshalb für die Cremeherstellung besser geeignet. Allerdings weist es eine bis zu 25 % geringere Wirksamkeit auf, weshalb es  höher dosiert wird.
Kosmetische Formulierungen, die Vitamin E enthalten sind sehr hautpflegend.  Es kann freie Radikale hoch energetischer Moleküle abfangen, die beispielsweise durch UV-Strahlung entstehen. Somit wird verhindert, dass diese Teilchen Fettstrukturen (Lipide) der Zellen zerstören, d.h. oxidieren. Das Vitamin E lagert sich ein und kann dort selbst als sogenanntes „Vitamin E Radikal“ die Zellzerstörung eindämmen. Vitamin C kann es wieder in Vitamin E umwandeln, weshalb die beiden Vitamine gerne kombiniert werden sollten. Deshalb sollte Vitamin E in allen kosmetischen Formulierungen mit einer Ölphase Verwendung finden.
Vitamin E führt auch über ein verstärktes Feuchthaltevermögen zu einer Verbesserung des sogenannten Hautoberflächenreliefs. Die Haut bleibt glatter und geschmeidiger. Weitere wichtige Eigenschaften von Vitamin E für die Haut sind seine zellerneuernde und entzündungshemmende Wirkung und seine Fähigkeit, Wundheilung, Narbenbildung und Enzymaktivität günstig zu beeinflussen.
Ihm wird nachgesagt, die Bildung von Altersflecken zu reduzieren und vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen.
Es ist eines der bekanntesten, hautpflegend wirkenden Vitamine, ein fettlösliches Antioxidans und spielt insbesondere bei der kosmetischen Milderung sonnenbedingter Hautschädigungen eine Rolle.  Aufgrund seiner Lichtschutzwirkung und pflegenden Eigenschaften sollte Vitamin E in keinem Haut-und Sonnenschutzpräparat  fehlen.
Verarbeitung: Nachdem die Fett- und Wasserphase zusammen gerührt wurde und die Creme oder Lotion eine Temperatur von unter 40° erreicht hat, wird das Vitamin E Acetat  mit den anderen Rohstoffen nacheinander in die handwarme Emulsion eingerührt.
Einsatzkonzentration: 1 bis 3 %, in Spezialpflege 4 bis 5 %.