Faszination Pflanzenöle

Backen, braten, frittieren, würzen, einlegen, pflegen, … Das Thema Pflanzenöle umfasst ein breit
gefächertes Gebiet.

Ob als Nahrungsmittel, kosmetischer Rohstoff, Grundstoff für die chemische Industrie, als Brennstoff oder gar als Biokraftstoff – Pflanzenöle sind kaum noch wegzudenken. Und als nachwachsender Rohstoff können sie uns wahre
Helfer sein. Wir möchten Ihnen die vielen Vorteile des
natürlichen Rohstoffes in dieser Ausgabe näherbringen.

Schon seit mehr als 1000 Jahren sind Öle Teil der menschlichen Ernährung und werden üblicherweise aus ganz unterschiedlichen Teilen gewonnen: direkt aus der Nuss, aus dem Samen oder aus dem Fruchtfleisch der Pflanze.

Doch Fett ist nicht gleich Fett

Und nicht jedes Fett ist ungesund. Entscheidend bei der Verwendung, vor allem im Ernährungsbereich, ist die Art des Öls. Beginnen wir mit dem Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, den Energielieferanten in unseren Fetten.

Wie ihr Name schon vermuten lässt, kann man sich gesättigte Fettsäuren als satt und langsam vorstellen. Auch wenn Sie den Körper oder die Zellen mit wichtiger Energie beliefern, sind diese Säuren sehr reaktionsträge und schließen sich nicht mit anderen Molekülen zusammen. Im Gegensatz dazu schnappen ungesättigte Fettsäuren alles auf, was ihnen in den Weg kommt. Je ungesättigter die Fettsäure, desto aktiver ist der Stoffwechsel. Es wird in diesem Punkt zwischen einfach ungesättigten, zweifach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterschieden. Produkte wie Rinder- und Schweinefett, Butter, aber auch Schokoladen und Backwaren enthalten einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, während Pflanzenöle bekannt dafür sind, ungesättigt zu sein.

Ungesättigte Fettsäuren werden nicht nur für unseren Stoffwechsel benötigt, sondern sind essenziell für unseren Körper. Da wir sie jedoch nicht selbst produzieren können, ist es notwendig, die wertvollen Öle in unsere tägliche Ernährung oder Pflege zu integrieren und darüber mit aufzunehmen.

Die Physiologie der Fettsäuren

Wir wissen nun: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren tragen zu unserer Gesundheit bei. Da Fettsäuren viele wichtige Aufgaben im Körper übernehmen, ist es entscheidend, dass Stoffe durch diese schnell in nützliche und brauchbare Energie umgewandelt werden.

Den Begriff Omega-Fettsäuren kennen sicherlich viele von Ihnen. Es handelt sich hierbei um eine Unterkategorie der mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welche die Reaktionsfreundlichkeit im Körper steigern und den Stoffwechsel anregen. Da unser Körper diese Fettsäuren nicht selbst produzieren kann, müssen wir auf andere Quellen zurückgreifen. Besonders hohe Werte an Omega-Fettsäuren finden sich in Leinsamen, Walnüssen, Lachs, Forellen, Distelöl, Sojaöl, Fischöl oder Maisöl. Ohne wissenschaftlich tiefer einzusteigen und die Bedeutung von Pflanzenfetten auf unsere Ernährung und unser Wohlbefinden darzustellen, lässt sich allgemein sagen, dass es ausreicht, die Omega-3, Omega-6 und Omega-9-Fettsäuren im richtigen Maß zu sich zu nehmen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Menschen bereits vor vielen tausend Jahren Pflanzenöle verwendet haben. Das Öl des Aprikosenkerns stand beispielsweise bereits auf dem Speisezettel vom Kaiser von China und wurde auch für die Schönheitspflege vielseitig geschätzt.

Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der Pflanzenöle und finden Sie Ihre ganz persönlichen Favoriten!

Schlagworte: Fettsäuren, Öl, Pflanzenöle