Lavendel – ein betörendes Dufterlebnis

In der Zeit von Juni bis August erleben Naturfreunde in der Hochprovence Frankreichs eine spektakuläre Farbexplosion: Die Blüten der Lavendelfelder erstrahlen in tiefem Violettblau, duften betörend und kündigen die Erntezeit an. Je nachdem wofür die Ernte genutzt wird, ob industriell oder nicht, ist das schöne Farbenmeer länger oder kürzer zu betrachten.

Unterschieden wird bei der Pflanze zwischen echtem Lavendel und Lavandin. Der echte Lavendel ergibt das wertvollste etherische Öl mit seiner bekannten Wirk- und Heilkraft. Es ist qualitativ sehr hochwertig, allerdings nicht so ertragreich, was sich auch preislich niederschlägt. Das etherische Öl des Lavandin ist um einiges ertragreicher, kommt jedoch nicht an die Qualität des echten Lavendels heran. Es wird vorwiegend in der Kosmetik- und Parfümindustrie eingesetzt.

Aber nicht nur in der Provence kann das Naturspektakel bewundert werden. Auch im heimischen Garten sind Lavendelkulturen bei Hobbygärtnern sehr beliebt. An erster Stelle wegen ihrer Optik, aber auch um des „Mehrnutzen“ Willens. Denn getrockneter Lavendel bietet viele Anwendungsmöglichkeiten.

Doch wie wird der Lavendel richtig getrocknet, damit sein Duft lange erhalten bleibt und er nicht schimmelt?
Wichtig ist, dass der richtige Erntezeitpunkt abgepasst wird. Die Blüten sollten keinesfalls schon verblüht sein, da sie sonst einen Großteil ihrer Kraft bereits verloren haben. Besser ist es, wenn einige sogar noch nicht vollständig geöffnet sind. Denn dann enthält die Pflanze das meiste etherische Öl. Vorzugsweise um die Mittagszeit sollte der Lavendel geerntet werden, da der Morgentau dann schon verdunstet ist und die Blüten trocken sind. Schneiden Sie die Blüten zuerst mitsamt ihren Stängeln ungefähr zehn Zentimeter unterhalb der Blütenrispen ab, denn auch Zweige und Blätter sind gut zu verarbeiten.

Zum Trocknen gibt es mehrere Möglichkeiten:
Binden Sie die Rispen zu kleinen Bündeln zusammen und hängen Sie diese kopfüber auf. Eine andere Möglichkeit ist, den Lavendelschnitt liegend auf Gittern zu trocknen. Achten Sie immer darauf, dass genügend Luft zirkulieren kann, damit keine Feuchtigkeit zurück bleibt und der Lavendel nicht schimmeln kann. Die Lagerung sollte an einem trockenen und schattigen Ort erfolgen und die Lavendelschnitte sollten während dieser Zeit nicht bewegt werden. Wichtig: Die Lavendelzweige sollten nicht in der Sonne lagern, da ihre schöne Farbe sonst ausbleichen und einen unschönen Braunton hinterlassen kann.

Nach ein bis zwei Wochen ist der Trocknungsvorgang abgeschlossen und der Lavendel kann seine Daseinsberechtigung in vollen Zügen ausschöpfen: in Duftsträußen, als gebündelte Dekorationsarrangements an allen beliebigen Orten oder in Duftsäckchen.

Tipp: Apropos Duftsäckchen – diese lassen sich ganz einfach selbst machen. Einfach ein paar alte Stoffreste rechteckig je nach gewünschter Größe zurecht schneiden und die Blüten in die Mitte rieseln lassen. Auch können Sie die Stängel klein schneiden und darunter mischen. Dann den Stoff umschlagen, so dass nichts herauskrümeln kann und oben mit einem Stoffband zubinden. So erhalten Sie hübsche und dekorative Lavendel-Säckchen, die Sie im Schrank oder unter Ihrem Kopfkissen platzieren können. Der Duft hält sich über mehrere Monate und sorgt für Ausgeglichenheit und Entspannung. Bei Bedarf kann er immer wieder reaktiviert werden, indem das Duftsäckchen einmal durchgeknetet wird. Gerne können bei Bedarf auch ein, zwei Tropfen etherisches Lavendelöl drauf geträufelt werden.
Die getrockneten Blütenblätter lassen sich ebenfalls hervorragend in eine selbstgemachte, duftende Lavendelseife einarbeiten. Das Rezept dazu finden Sie in unserer Rezeptwelt.

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