Mundpflege selbstgemacht

Wie wir bereits wissen, ist der Mund das Zuhause für Millionen von Bakterien. Viele helfen dabei, den Mund zu schützen, andere wiederum können die Zähne, das Zahnfleisch und den Rachen angreifen. Bei über 700 verschiedenen Bakterien und einem immer warmen und feuchten Raum, macht sich die Unterscheidung nicht immer ganz einfach.

Neben Karies oder Plaque gibt es natürlich viele andere kleinere oder größere Krankheiten, die unseren Mund befallen können. Entzündungen der Mundschleimhaut oder des Zahnfleisches können dabei genauso schmerzhaft sein, wie Pilzinfektionen oder Allergien. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Mundhygiene ganz einfach und ohne viele Zutaten herstellen können:

Rezept Zahnpasta

Herstellmenge pro Rezept ca. 70 ml
Rohstoffe | Menge
Kokosöl | 4-5 EL (35 g)
Natron | 2-3 EL (35 g)
naturreines etherisches Öl 
Pfefferminze | 7 Tropfen
Stevia oder Xylitol | bei Bedarf

Zubereitung
1.    Kokosöl im Wasserbad ganz leicht erwärmen (nur wenn es noch fest ist).
2.    Wenn es anfängt flüssig zu werden, das Natron hinzufügen und unterrühren. Fügen Sie anschließend das Pfefferminzöl hinzu.
3.    Danach in einen passenden Behälter umfüllen.

Gut zu wissen:

||    Kokosöl  wirkt antibakteriell, antiviral, antifungal sowie antiparasitär. Es hat einen unaufdringlichen Geschmack und sorgt für die richtige Konsistenz der Zahncreme.
Unser Tipp: Achten Sie auf Bio-Qualität.

||    Natron wirkt als Schleifstoff, hellt die Zähne leicht auf und ist dank seiner Basizität in der Lage, einen guten pH-Wert im Mund zu schaffen. Kariesverursachende Säuren können so neutralisiert werden.

Antibakterielle Mundspülung

Herstellmenge pro Rezept ca. 250 ml
Rohstoffe | Menge
abgekochtes und 
abgekühltes Wasser | 240 ml
Natron | 1 TL (4 g)
naturreines etherisches Öl 
Pfefferminze | 5 Tropfen
naturreines etherisches Öl 
Teebaum| 5 Tropfen
Stevia oder Xylitol | ggf. bei Bedarf etwas

Zubereitung
1. Alle Zutaten in ein Glas oder eine kleine Flasche geben und gut schütteln.
2. Anschließend den Mund ein bis zwei Minuten lang mit 1 Esslöffel (15 ml) ausspülen.

Achtung: Die Mundspülung vor jeder Anwendung gut schütteln, da sich das Natron unten absetzt.
Hinweis: Diese Mundspülung enthält keine Konservierungsstoffe. Deshalb sollte man keine großen Mengen davon auf einmal anmischen. Beim täglichen Gebrauch nach dem Zähneputzen hält sich die Mundspülung in der Regel zehn Tage.

Ölziehen

Da unser Mund nicht nur das Tor zu unserem Verdauungstrakt, sondern dadurch auch das Tor zu unserer Gesundheit ist, sollten wir nicht nur wissen, was wir unserem Mund zuführen, sondern diesen auch entsprechend pflegen und entgiften.

Die sogenannte Ölziehkur ist eine alte ayurvedische Tradition und dient dazu, schädliche Bakterien erst gar nicht in den Verdauungstrakt gelangen zu lassen. Laut der ayurvedischen Lehre soll ein regelmäßiges Ölziehen für starke Zähne und gesundes Zahnfleisch sorgen, sowie gegen Zahnfleischbluten, Mundtrockenheit, Mundgeruch und rissige Lippen helfen.

Anwendung

  1. Noch bevor Sie mit dem eigentlichen Ölziehen beginnen, sollten Sie Ihre Zunge reinigen, da diese mit ihrer rauen und unebenen Oberfläche eine regelrechte Wohlfühloase für Keime und Bakterien ist. Am besten verwenden Sie dafür einespezielle Zungenbürste.
    Achtung: Wichtig ist, dass Sie das Ölziehen auf nüchternen 
Magen machen.
  2. Wählen Sie ein pflanzliches Öl (z. B. Kokos-, Sonnenblumen- 
oder Sesamöl) und nehmen Sie einen Esslöffel in den Mund. Lassen Sie das Öl nun 15 bis idealerweise 20 Minuten im Mund und spülen es hin und her, lassen Sie das Öl dabei zwischen Ihre Zähne laufen.
  3. Bitte beachten Sie, dass Sie weder Gurgeln, noch etwas von der Flüssigkeit trinken. Bei einem eventuellen Muskelkrampf können Sie die Energie beim Spülen etwas zurückfahren.
  4. Die Flüssigkeit in Ihrem Mund wird nach einiger Zeit immer flüssiger und färbt sich weiß. Dies ist ein gutes Zeichen für die 
Effektivität des Ölziehens. Spucken Sie das Öl am besten in 
ein Papiertaschentuch und werfen es in den Müll.
  5. Zähneputzen nicht vergessen!
    Natürlich ist die Hemmschwelle, den Tag mit einem Schluck Öl  zu beginnen, gerade für empfindliche Menschen groß. Sollten Sie aber erst einmal in den Genuss der wohltuenden Eigenschaften gekommen sein, werden Sie sicherlich ein großer 
Fan dieser ayurvedischen Tradition.