Oh du schöne Haarpracht

Sie sind lockig oder glatt, hell oder dunkel, gefärbt oder naturfarben – unsere Haare schmücken nicht nur unseren Kopf, sie gelten im europäischen Kulturkreis auch als stylisches Accessoire, das ganz nach Belieben gestylt, geföhnt oder gefärbt werden kann.

Aus was bestehen unsere Haare?

Wenn wir Ihnen jetzt verraten, aus was unsere Haare eigentlich bestehen, hört sich das erst einmal nicht besonders appetitlich an. Denn sie sind aus den gleichen Bestandteilen wie unsere Fingernägel: aus Horn. Bis auf die Haarwurzel sind unsere Haare nichts weiter als abgestorbene Zellen, die durch die Haarwurzel in der Haut verankert sind.

Die langen Hornfäden bestehen aus Keratin und können glatt, gelockt, strohig, voluminös oder fein sein. Insgesamt haben wir rund 5 Millionen Haare auf unserem Körper, von denen sich nur 100.000 bis 150.000 auf dem Kopf befinden. Überall an unserem Körper befinden sich Haare –  ausgeschlossen sind dabei nur Fußsohlen, Handinnenflächen, Schleimhäute, Lippen und Brustwarzen. Sie wachsen dabei stolze 0,35 mm am Tag, was etwa einem Zentimeter im Monat entspricht. Dennoch können Sie nicht endlos wachsen. Nach zwei bis sechs Jahren wird das Haar von der Wurzel heraus abgestoßen und durch ein neues ersetzt.

Neben dem Schutz unserer Haut, haben Haare aber auch noch andere Funktionen: Sie wehren sich unter anderem gegen Witterungsbedingungen und anderen äußeren Einflüssen und transportieren Schweiß und Talg an die Hautoberfläche, so dass die Haut bei Hitze oder Belastung ausreichend gekühlt werden kann.

Neben Talg und Schuppen besuchen uns aber auch manchmal unerwünschte und krabbelnde Gäste: Wenn sich Flöhe oder Läuse einnisten, kann es schnell unangenehm werden. Um sie wieder loszuwerden, muss jedoch nicht immer zu harten Chemiekeulen gegriffen werden. Natürliche Mittel wie Niem helfen sehr gut und können auch zum Vorbeugen genutzt werden.

Warum haben manche Menschen rote Locken und manche Menschen blondes glattes Haar?

Ob Haare von Natur aus gelockt sind oder gerade herunterhängen, hängt vom Haar selbst ab. Bei der Betrachtung von Querschnitten verweisen runde Querschnitte meist auf glatte Haare, während ein ovaler bis stark elliptischer Querschnitt ein Indiz für wellig bis lockige Haare sein kann.

Bei der Haarfarbe ist das etwas anderes: Die Haarpigmente werden durch Zellen produziert, die in der Haarwurzel liegen. Mit zunehmendem Alter werden unsere Haare grau. Dies hat den Hintergrund, dass die Haarwurzeln mit dem Alter immer mehr an Kraft verlieren und somit Luft in das Haarmark eintritt, was wiederum zum Ergrauen führt.

Generell haben blonde Menschen die meisten Haare auf dem Kopf, nämlich ungefähr 150.000. Diese sind aber meistens sehr fein, im Gegensatz zu schwarzhaarigen Menschen, die mit ca. 100.000 Haaren auskommen. Das Schlusslicht in Sachen Haarpracht bilden die Rothaarigen, die nur rund 90.000 Haare besitzen.

Interessant zu wissen: Wir verlieren täglich 50 bis 100 Haare, die entweder abgestoßen oder durch Bürsten oder ähnliches herausgerissen werden. Da dies ein normaler Prozess ist, brauchen Sie sich in der Regel über ausfallende Haare nicht zu sorgen. Wenn allerdings überdurchschnittlich viele Haare ausfallen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Neben hormonellen Veränderungen wie eine Schwangerschaft oder dem Beginn der Wechseljahre, können Auslöser auch Erkrankungen, Medikamente, Stress, Vitaminmangel, zu viel Sonne oder Haarefärben sein. Wichtig ist aus diesem Grund die richtige Pflege.

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Schlagworte: Haare, Haarpflege, Kosmetik, Pflege