Powerpflanze Hanf

Hanf – diese vielseitige Pflanze sollte keineswegs nur mit ihrer berauschenden Wirkung in Verbindung gebracht werden.

Die Hanfpflanze zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Erde.

Ihre verschiedenen Bestandteile wie Fasern, Samen, Blüten und Blätter können allesamt verwertet werden, wobei aus den unterschiedlichen Pflanzenteilen jeweils ganz unterschiedliche Produkte hergestellt werden: Aus den Fasern von Hanf werden beispielsweise Seile produziert, seine Samen werden zu hochwertigen Speiseölen verarbeitet und aus den destillierten Blüten und Blätter lassen sich wunderbare ätherische Öle gewinnen. Der berauschende Stoff befindet sich übrigens nahezu ausschließlich im Harz der Pflanze, wodurch die weiteren Pflanzenteile ohne Gefahren genutzt werden können. Neben der wichtigen Rolle als nachwachsender Rohstoff für die Textilindustrie und Bauwirtschaft spielt Hanf aufgrund seiner Inhaltsstoffvielfalt auch eine zunehmende Rolle im Arzneimittelbereich.

      Aufgrund seiner Inhaltsstoffvielfalt spielt  
         Hanf eine Rolle im Arzneimittelbereich

Der industrielle Hanfanbau wird grundsätzlich wegen der Fasern betrieben, womit die Samen und demnach das daraus gewonnene Hanföl eigentlich nur ein Nebenprodukt des ursprünglich gedachten Anbauzweckes sind. Um das Öl zu gewinnen, werden die geschälten Samen kalt gepresst. In diesem Prozess ergibt sich jedoch lediglich eine Ertragsquote von 30 Prozent, es werden also 100 Kilogramm Hanfsamen benötigt,  um 30 Liter reines Öl zu gewinnen. Der bei der Ölgewinnung übrigbleibende Teil wird jedoch als Futtermittel weiterverwendet. Hanf ist somit eine fast zu 100 Prozent verwertbare Nutzpflanze.

       Es werden 100 kg Hanfsamen benötigt,  
                      um 30 Liter reines Öl zu gewinnen

Hanföl gehört zu den fetten Ölen. Diese Bezeichnung erhält das Öl, weil es sich um dünnflüssige Fette handelt, die z.B. im Gegensatz zu Kokosöl bei Raumtemperatur flüssig bleiben.

              Hanföl gehört zu den fetten Ölen.

Aufgrund seines optimalen Fettsäureverhältnis an Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren von 3:1, ist das sogenannte grüne Gold für uns sogar essentiell, da diese Fettsäuren vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet werden können.

Der ideale Einsatzbereich von Hanföl findet sich bei kalten Speisen, denen sein nussig-krautiger Geschmack eine besondere Note verleiht, aber auch gekochte Gerichte lassen sich mit dem exquisiten Öl ausgezeichnet verfeinern. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren, sollten Sie das Öl beim Braten nicht verwenden und lieber auf ein Öl zurückgreifen, welches bei hohen Temperaturen besser geeignet ist. Hanföl ist grundsätzlich frei von jeglichen Nebenwirkungen, weshalb es auch von Kindern verzehrt werden kann.

Wegen der enthaltenen und seltenen Gamma-Linolensäure eignet sich das wertvolle Öl auch ideal für den Einsatz in Kosmetikprodukten. Seine Wirkung auf unsere Haut ist sehr vielseitig: Bedingt durch seine Vitamine und Mineralstoffe sowie seine natürlichen und heilenden Inhaltsstoffe wird das Hautbild verbessert, es erscheint vitaler und strahlender.

            Hanföl enthält wichtige antioxidative
                                  und antibakterielle Wirkstoffe

Hanföl enthält ebenso wichtige antioxidative und antibakterielle Wirkstoffe, wodurch es die Heilung von kleinen Wunden und Unreinheiten beschleunigt, kleinen Fältchen vorbeugt und unserer Haut einen besonderen Schutz vor äußeren Umwelteinflüssen bietet. Durch seine ausreichende Nährstoffzufuhr versorgt das in Kosmetikprodukten enthaltene Hanföl die Haut mit ausreichenden Nährstoffen, sodass sie geschmeidig und elastisch bleibt. Ebenso bietet es in der Haarpflege einen revitalisierenden Effekt für mehr Elastizität und Spannkraft von gesundem und glänzendem Haar.