Tropische Vielfalt – botanische Aspekte der Kokosnuss als Pflanze

Sie sorgt für karibisches Feeling, Sommergefühle und tropisches Klima: Seit mehr als 3.000 Jahren wird die Kokospalme bereits angebaut – damals wie heute als Nahrungs- und Rohstoffquelle. Angesiedelt in den Hauptanbauregionen Indonesien, Philippinen, Indien, Sri Lanka und Malaysia, macht das tropische Palmengewächs mittlerweile rund acht Prozent des weltweiten Pflanzenölbedarfs aus.

Neben den Früchten der Palme, die eine gehaltvolle Nahrung darstellen, nutzen vor allem Einheimische das Holz der Pflanze als Baumaterial. Aber auch Abfälle, wie die Blätter, dienen  als Baumaterial. Mit den drei bis sieben Meter langen Blättern, die ausgewachsen bis zu 15 Kilogramm wiegen können, werden nicht nur Dächer abgedeckt und somit vor Regen geschützt, sondern auch Körbe, Matten und Seile geflochten. Selbst nachdem die Kokosnuss zu einer leckeren Mahlzeit verarbeitet wurde, kann die Schale als geeignetes Brennmaterial verwendet werden.

Kokospalmen können eine erstaunliche Wachstumshöhe erreichen. Ausgewachsene Arten werden bis zu 30 Meter hoch bei einem gleichzeitigen schmalen Stammdurchmesser von gerade einmal 20 bis 50 Zentimetern. Allerdings kommt dem Baum diese Wachstumsweise zugute. Die Kokospalme ist auch bei Wind aufgrund der geringen Angriffsfläche extrem widerständig und hält auch die größten Stürme meist unbeschadet aus.

Die Früchte der Kokosnusspalme wachsen ganzjährig, somit können bei optimalen Standbedingungen bis zu 150 reife Früchte pro Jahr und pro Palme geerntet werden. Im Normalfall aber entwickeln sich etwa 30 bis 50 Früchte pro Baum.

Trendprodukt Kokosnuss

Die Kokosnuss mit ihren vielfältigsten Anwendungsmöglichkeiten ist zu einem wahren Trendprodukt geworden. Weltweit werden über 3 Millionen Tonnen Kokosöl pro Jahr konsumiert, insgesamt beträgt die Erntemenge von Kokosnüssen im Jahr durchschnittlich über 59 Millionen Tonnen. Eine wahrhaft große Menge für diese kleine Frucht.

Die Gewinnung von Kokosöl und anderen Produkten wird häufig auch mit dem kritisch angemahnten Verbrauch von Palmöl gleichgesetzt. Der Verbrauch von Palmöl hat sich in den letzten Jahren auf 30 Millionen Tonnen verdoppelt. Im Gegensatz zu Kokosöl, dessen Konsum durchschnittlich über die letzten Jahre gleichgeblieben ist.  Die Folgen von Palmöl sind teilweise dramatisch: Der Regenwald wird mehr und mehr abgeholzt und durch Palmölplantagen ersetzt. Dabei geht die artenreiche Vielfalt der Regionen verloren. Dennoch gibt es zu bemerken, dass Kokosöl kein Palmöl und trotz des hohen Konsums ökologisch freundlicher als Palmöl ist. Bisher führt es noch nicht zur Waldrodung in Primärwäldern und Arten werden geschützt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass das Kokosöl aus der Frucht gewonnen wird, also keine Abholzung des Baumes dafür notwendig ist und eine Kokospalme bis zu 50 Jahre alt werden kann.

Kaufen Sie hochwertiges Öl, am besten aus biologischem Anbau und nativer Pressung.

Woher kommt unser Kokosöl?
Spinnrad bezieht sein kaltgepresstes Kokosöl aus den Wäldern der Philippinen und achtet beim Einkauf auf den Erhalt der wertvollen Pflanzen. Gemeinsam mit unseren Partnern sorgen wir für faire Anbaubedingungen. Die Kokosnüsse für das Öl werden aus reifen Kokosnüssen gewonnen, die von Hand gepflückt und schonend verarbeitet werden.

Schlagworte: Kokos, Kokosnuss, Kokosöl, Öl