Wie kommen die Samen in die Flasche?

Der Herstellungsprozess am Beispiel unseres beliebten Rizinusöls

AM ANFANG WAR DAS ÖL

Aus welcher Zeit stammen kalt gepresste Öle? In der Antike wurden alle Öle kalt gepresst, wodurch diese sehr wertvoll waren. Die Öle wurden häufig als Salben für Priester und Könige verwendet oder als Träger des Geistes zur Rückkehr in die geistige Welt. Raffinierte Öle sind erst nach der industriellen Revolution in Erscheinung getreten.

Fragen Sie sich nicht auch manchmal wie das Öl eigentlich in die Flasche gelangt? Wir erklären Ihnen das Verfahren für ein kalt gepresstes Öl am Beispiel unseres Rizinusöls aus kontrolliert biologischem Anbau.

Bei der Kaltpressung wird das Saatgut erst gereinigt, um im Anschluss mit der Pressung der sauberen Saat beginnen zu können. Anders als bei der Heißpressung werden bei dem kalt gepressten Verfahren keine hohen Temperaturen benötigt, wodurch die Verwendung chemischer Hilfsstoffe wegfällt.

Damit dies so reibungslos funktioniert, werden bei diesem Verfahren meist Schneckenpressen verwendet, die dafür sorgen, dass nur eine geringe Reibungswärme erzeugt wird. Deren Funktionsprinzip ist einfach: Die Schneckenwelle erfasst am dünnsten Punkt das Pressgut. Das Saatgut wird durch eine sich verengende Förderschnecke durch die Presse transportiert, wobei der Druck zunimmt und das Öl abfließt.

Nach der Pressung wird der Presskuchen ausgestoßen und gesondert gesammelt. Durch das Prinzip der Schneckenpresse ist eine kontinuierliche Produktion möglich. Kalt gepresste Öle werden bei normalen Raumtemperaturen hergestellt. Bei einer schonenden Pressung wird eine Temperatur von 45° C nicht überschritten.

Die Filtration am Ende findet statt, da sich nach dem Pressvorgang noch etwa 0,5 bis 0,6 Gewichtsprozent Partikel im Öl befinden, welche die Alterung des Öls beschleunigen. Auf Grund dessen wird das Öl gefiltert und von Schwebstoffen bereinigt.

Quelle: Henry-Lamotte Oils